Zurück in die Zukunft nach Rumänien

Der Schnee in den Bergen macht es dem Pferd nicht leicht

Hätte mich jemand vor ein paar Jahren noch gefragt ob ich jemals zurück nach Rumänien ziehen würde, wäre meine Antwort NEIN gewesen. Ganz nach dem Motto: sage niemals nie. Das Leben ist viel zu undurchsichtig und die Pläne ändern sich ständig, wie das Wetter. Rumänien hat wie jedes andere Land auch, seine Vor- und Nachteile. Die Zeit scheint hier etwas langsamer vorbei zu gehen. Stress, Stau oder Smog sind Fremdwörter für diese Region, in der überwiegend einfache Menschen leben und ihr Leben genießen. Selbstversorgung wird stattdessen groß geschrieben, wobei LIDL und der Penny Markt auch hier ansässig sind.

Die Fahrt nach Rumänien

Von Köln aus sind es knapp 2000 km bis in den Westen Rumäniens. Die Strecke habe ich in mehrere Etappen unterteilt und kurz zusammengefasst: Köln – Nürnberg – Passau – Wien – Gyor – Budapest – Szeged – Nadlac – Arad – Timisoara – Resita. Mit einem Tag bzw. Nacht Pause war die Gesamtstrecke in zwei Tagen, selbst im Winter, einfach zu bewältigen. Voll bepackt mit dem nötigsten und natürlich meinem Hund war es insgesamt eine schöne Reise in die alte Heimat.

Das Leben und seine Kosten

Der durchschnittliche Verdienst in Rumänien liegt bei etwa 300 Euro im Monat. Das klingt erstmal nicht viel, auf dem Land kommt man damit über die Runden, in der Stadt verdient man doch etwas besser, jedoch nicht annähern wie in Deutschland. Die Lebenserhaltungskosten sind hier minimal, ob für Lebensmittel, Strom, Wasser, Telefon etc. Wenn es in Rumänien etwas gibt, dann ist es viel unberührte Natur. Wer gerne durch die Berge wandert und frisches Quelwasser liebt, ist hier genau richtig.

Landschaftsbilder aus Rumänien

In den rumänischen Bergen, zwischen zwei Naturschutzgebiete, liegt das Dorf in den Wäldern. Hier ein paar Bilder als ich mit meinem Nachbarn, seine Tiere zur Tränke gebracht haben. Trotz milden Temperaturen von -5 bis -10 Grad bleibt der Schnee über eine lange Zeit liegen.

Dieses Motiv könnte eine Postkarte sein

Sonnenuntergang im Garten

Berglandschaft mit blauem Himmel und Sonnenschein

Frühlingsanfang in Rumänien 2017

Diese Pension steht am Fuße der Berge

Bergspitze bei gutem Wetter

Blaue Stunde über Carbunari

Die Vor- und Nachteile

Fangen wir mit den Vorteilen an, die scheinbar unendlich sind:

  • Die rumänischen Produkte sind günstiger verglichen mit der Importware.
  • Die Natur ist teilweise noch unberührt.
  • Keine Staus und hohe Verkehrsdichte.
  • Sehr geringe Nebenkosten.
  • Günstige Preise für Immobilien.

Die Nachteile

  • Weit weg von Deutschland und von Freunden und Verwandten.
  • Geringes monatliches Einkommen (verglichen mit West Europa).
  • Wenn man etwas erledigt haben will, muss man es selbst in die Hand nehmen und Druck machen.

Weitere Fotos aus der Umgebung

Die Gegend um Resita wird von wilder Natur dominiert und ist ein guter Rückzugsort, um den Stress der Stadt los zu werden. Im Winter liegt überall Schnee und die Temperaturen sind nichts für Warmduscher. Geheizt wird wie noch vor hundert Jahren, elegant mit Holz. Dieses muss man nicht lange suchen, schliesslich sieht man Wald soweit das Auge reicht.

Unterwegs im Dorf

Am Flußufer der Nera

Heuballen auf rumänische Art

Blick durch einen Innenhof

Eine kleine Kappele auf dem Friedhof

Der Friedhof

An Schnee mangelte es diesen Winter nicht

 

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3 Kommentare bei „Zurück in die Zukunft nach Rumänien“

  1. […] wir zur Gruppe der Spätaussiedler bzw. Banater-Schwaben (auch Rucksack-Deutsche genannt) aus Rumänien. In den 90er Jahren ist fast unsere ganze Familie nach Deutschland ausgewandert, was unsere […]

  2. […] dauert, bin ich höchstwahrscheinlich auf einer Fototour durch Europa, wie z. B. in Griechenland, Rumänien, Spanien oder wo auch immer. Zuletzt aktualisiert […]

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