Bei´s Auge (Ochiul Beiului) und der Wasserfall Beusnita

Heute recyceln für eine bessere Zukunft

Rumäniens fast unberührte Natur ist einzigartig in Europa. Wälder, Seen, Flüsse und Berge durchziehen das Land und locken Naturfreunde aus der ganzen Welt nach Rumänien. Mit dem richtigen Equipment sind Wandertouren an fast jeden Ort möglich, wie z.B. an den Ochiul Beiului und dem Wasserfall Beusnita. Eine große Portion an Willensstärke gehört jedoch dazu. Vipern fühlen sich hier heimisch und Füchse trifft man so oft wie herumstreunende Hunde. Schlangen suchen bekanntlich das Weite, sobald sie Vibrationen am Boden warnehmen und den Menschen sichten. Ist also schlimmer als es klingt. Als langjähriger Besitzer einer Schlange, habe ich für meinen Teil, das Eis mit diesen Tieren, gebrochen. Das Motto: „Wie man in den Wald reinschreit, kommt es zurück“, tritt auch hier in Kraft. So lange man die Tiere nicht ärgert oder ihnen zu nahe kommt, besteht kein Risiko. Wer sein Schicksal jedoch, bewusst beeinflussen will, sich behaupten will o.ä. darf sich über die Folgen nicht beschweren.

Eine Bergkette taucht im Hintergrund dieser Landschaft auf.
Berglandschaft im Südwesten Rumäniens

Erkundungstour durch das wilde Rumänien

Nachdem ich mir, auf der Fahrt zum Kloster Nera, die Ölwanne aufgerissen habe, steht mein Auto erstmal still. Um dabei nicht zu verzweifeln, ist die Natur ein guter Trostspender und zwingt einen schon fast zum wandern. Vor allem wenn man eine solche Natur vor der Haustür hat. Seen und Wasserfälle sind im Naturschutzgebiet keine Seltenheit. Folgende Sehenswürdigkeiten kann ich empfehlen:

  • Lacul Dracului
  • Ochiul Beiului
  • Cascada Susara
  • Cascada Beusnita
  • Cascada la Vaioaga

1.) Fahrt zum Ochiul Beiului

Offroad (4×4) ist das richtige Automobil in Rumänien. Wir nutzten einen Opel Frontera A aus dem Jahr 1997 für unsere Tour. Tiefergelegte Autos haben hier keine Chance! Die Ölwanne lässt grüßen…Ochiul Beiului ist etwa 8 km von Carbunari entfernt. Vom Parkplatz aus, ist es noch ca. eine Stunde zu Fuß. Dabei kommt man am Wasserfall Vaioaga (Cascada la Vaioaga) vorbei. Wir wurden erstmal mit Regen begrüßt, dafür jedoch anschliessend mit einer tollen Aussicht belohnt. Bilder sprechen bekanntlich Bände, also seht es Euch lieber selbst an:

Wasserfall Vaioaga in Rumänien
Wasserfall zum Vaioaga – Cascada la Vaioaga, Judetul Caras-Severin, Romania
Baumstamm liegt mitten auf dem Wasserfall Vaioaga im Kreis Caras-Severin
Baumstamm im Wasser
Nebel am Wasserfall Vaioaga in Rumänien
Leichter Nebel am Wasserfall nach dem Regen
Wasserfall Vaioaga im Naturreservat in Rumänien
Cascada la Vaioaga, Caras-Severin, Romania
Frisches Wasser aus der Quelle
Wasser marsch…

1.1) Weitere magische Momente am Wasserfall Vaioaga

Pflanzen in besonderem Licht fotografiert
Lichtmomente am Wasserfall
Wie gemalt wirkt diese Landschaft rundum den Wasserfall.
Idylische Farben und Ruhe
Die pure Schönheit der rumänischen Landschaft.
Wasserfall Vaioaga, Kreis Caras-Severin, Rumänien

1.2.) Ochiul Beiului – Fotos vom See

Am Ochiul Beiului fließen mehrere Wasserfälle in einen See, der wiederrum in den Wasserfall La Vaioaga fliesst und weiter. Dort trafen wir auf die ersten Touristen und einem Hochzeitspaar, das gerade das Brautpaarshooting hatte. Ein Blick zur Konkurrenz konnte ich mir dennoch nicht verkneifen. Unser Ziel war in Sicht und ich war leicht enttäuscht über die Pfütze, die Ochiul Beiului genannt wird.

Der See im Südwesten Rumäniens heisst Ochiul Beiului und liegt im Südwesten des Landes.
Ochiul Beiului, Caras-Severin, Romania
Apa curata la Ochiul Beiului, in Judetul Caras-Severin, Romania
Klares Wasser am Ochiul Beiului
Nach rechts geht es in Richtung Wasserfall Beusnita
Hinweisschild zum Wasserfall Beusnita

Und damit ging es dann auch schon weiter zum Wasserfall Beusnita!

2.) Cascada Beusnita

Nach nur einer halben Stunde kamen wir beim Wasserfall Beusnita an und konnten unseren Augen nicht trauen. Da es in den letzten Tagen nur sporadisch geregnet hat, hielt sich die Wassermenge in Grenzen.

Wasserfall der in Ochiul Beiului mündet.
Cascada Beusnita – Wasserfall Beusnita
Wasser fliesst die Wände runter und dann in eine Höle
Nahaufnahme vom Wasserfall Beusnita
Blick in den vorderen Teil einer Höhle
Blick in die Höhle unter dem Wasserfall
Wasserfall im Detail
Kleiner Wasserstrahl von Oben
Seitenansicht auf den Wasserfall
Seitenansicht Cascada Beusnita

2.1.) Einen besseren Blick über Ochiul Beiului hat man nur von Oben

Wir entdeckten, dass man den Wasserfall besteigen kann um eine Stufe höher zu kommen. Es dauerte nicht lang und weitere Touristen folgten uns auf den Gipfel des Wasserfalls. Von dort aus, genoßen wir einen einzigartigen Blick auf das Naturschutzgebiet.

Blick in den Wald im Kreis Caras-Severin, Rumänien
Blick in den Wald

2.2 Leica war ebenfalls von der Landschaft Ochiul Beiului beeindruckt

Hündin Leica auf Erkundungstour
Leica im Einsatz
Mit Leica beim wandern durch den Wald
Leica gönnt sich eine Verschnaufpause im Wald

Faszinierende Lichtmomente am Wasserfall Beusnita

Wassertropfen im Lichtstrahl
Lichtmomente vor dem Eingang zur Höle

3.) Bilder aus der Umgebung Oravita (deutsch Orawitz)

Egal wohin man blickt, die Landschaft ist einfach unfassbar schön. Kräftiges grün verfärbt sich mit dem tiefblau der Berge am Horizont und wird nur noch zum Sonnenuntergang mit rot, gelb und orange vermischt. Dieses Spektakel kann man schlecht in Worte fassen. Bilder erfüllen dann viel mehr ihren Zweck und erzeugen Staunen. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie schön Rumänien doch ist. Würde man die Probleme bei der Infrastruktur, Politik und Gesellschaft ausblenden, wäre es perfekt. Doch Politik ist nunmal überall gleich, mal mehr, mal weniger schlimm. Die Natur jedoch, ist wunderschön. Das Wetter ist super, die Preise sind niedrig (verglichen mit Deutschland) aber die Wirtschaft lässt noch zu Wünschen übrig.

Landschaftsfotos aus der Umgebung Oravita, Kreis Caras-Severin
Die Lanschaft um Oravita

Oravita ist eine Kleinstadt in der Nähe, kann jedoch nicht mit Resita (Reschitz) oder Timisoara (Temeswar) mithalten. Man findet jedoch alles für den täglichen Gebrauch, wie auch Werkstätten, kleine Baumärkte und eine Menge Apotheken. Der Markt ist traditionell und reichlich bestückt. Der Einkauf dort sichert vielen Familien den Unterhalt und finanziert zugleich die Arbeit der Bauern aus der Umgebung. Geld für Pestizide und anderen hässlichen Industrieprodukten, wie z.B. Monsanto, ist keins vorhanden, was die Produkte zu BIO-Produkten macht. Der Geschmack einer Tomate aus Rumänien überrascht sogar richtige Griechen!

3.1.) Am Ende dieser Expedition wartete ein Sonnenuntergang

Nach acht Stunden frische Luft und viel Bewegung war es an der Zeit die Heimreise anzutreten. Die Fahrt auf rumänischen Straßen dauert gefühlt, doppelt so lang wie in Deutschland. Schlaglöcher sind nur einige der Hindernisse, die man bezwingen muss. Freilaufende Hunde, Schafe, Kühe, Hühner und sonstige Krabelltiere versperren oft den Weg und verlängern so, die Fahrtdauer.

Sonnenuntergang über Oravita
Sonnenuntergang am 1. Juni 2017 über Oravita in Rumänien
3.2.) Kreis Caras-Severin

Die Region Caras-Severin beheimatet etwa 280.000 Einwohner und besteht zu 65% aus Berglandschaft. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Region wären:

  1. Burg bzw. die Ruinen von Mehadia
  2. Das alte Theater in Orawitz
  3. Ruinen der Burg Carasova
  4. Nationalpark Semenic-Cheile Carasaului
  5. Nationalpark Cheile Nerei-Beusnita
  6. Nationalpark Domogled-Valea Cernei
  7. Nationalpark Portile de Fier
Fazit

Wer die pure Natur genießen will, ist in diesem Teil Rumäniens an der richtigen Adresse. Die vielen Sehenswürdigkeiten liegen nur ein paar Kilometer auseinander und sind gut erreichbar. Wer tief bis ins Landesinnere vordringen will, dem empfehle ich ein Offroad-Fahrzeug, Jeep o.ä. Die Straßen sind nicht gerade die Besten Europas.

Ein Kommentar bei „Bei´s Auge (Ochiul Beiului) und der Wasserfall Beusnita“

  1. […] ist ein faszinierendes Land, zumindest was die Natur und die Landschaft angeht. Im Naturschutzgebiet Cheile Nerei-Beusnita gehört Wandern zum Volkssport. Gegen eine geringe Eintrittsgebühr von 5 Lei pro Person […]

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